Daniela Buntak
Projekte, EUREM, Young Energy Europe Projekte & Berufsbildung
+385 99 271 7330 daniela.buntak@ahk.hrVom 14. bis 16. April fanden in Zagreb drei Schulungsmodule für eine Gruppe junger Fachkräfte statt, die am Projekt Young Energy Europe teilnehmen. Die Schulung wurde im Regionalen Kompetenzzentrum der Technischen Schule Ruđer Bošković durchgeführt. Im Rahmen des intensiven dreitägigen Programms erwarben die Teilnehmenden Kenntnisse und Werkzeuge, die sie für ihre Rolle als Energy Scouts benötigen – Mitarbeitende, die innerhalb ihrer Organisationen aktiv zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beitragen.
Das Programm wurde mit einer Begrüßungsrede der Projektleiterin Daniela Buntak eröffnet. Anschließend folgte ein Modul zu Teamarbeit und Kommunikation unter der Leitung von Elsy Vickov. Durch zahlreiche interaktive Übungen entwickelten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit und zum Erfahrungsaustausch weiter und legten damit die Grundlage für die anschließende Projektarbeit.
Im weiteren Verlauf des ersten Tages fanden Vorträge zum Thema nachhaltige Mobilität statt, die von Vedran Kirinčić präsentiert wurden. Dabei standen aktuelle Herausforderungen sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung nachhaltiger Lösungen im Unternehmensumfeld im Mittelpunkt.
Der zweite Schulungstag war den Themen Energie und Energiemanagement in Unternehmen gewidmet. Vesna Bukarica stellte die Grundlagen des Energiemanagements und der Verbrauchsanalyse vor, während Marko Bišćan anhand praktischer Beispiele die Bereiche energieeffiziente Beleuchtung und die Berechnung von CO₂-Einsparungen behandelte. Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag über erneuerbare Energien von Andro Bačan.
Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf der Energieeffizienz in Gebäuden und der Optimierung technischer Systeme. Marino Grozdek sprach über Möglichkeiten zur Verbesserung thermotechnischer Anlagen, während Tomislav Stašić den Teilnehmenden konkrete Ansätze für das Energiemanagement in Unternehmen sowie die Identifizierung von Einspar- und Optimierungspotenzialen, einschließlich des Wassermanagements, vorstellte.
Parallel zur Schulung entwickelten die Teilnehmenden eigene Energieeffizienzprojekte, die auf konkrete Maßnahmen in ihren jeweiligen Organisationen ausgerichtet waren. Der Schulungszyklus wurde am 28. Mai mit der Abschlusspräsentation der Projekte beendet. Dabei präsentierten die Teilnehmenden ihre Lösungen und vorgeschlagenen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen.
Besonders hervorzuheben sind die Projekte, die nicht nur ein hohes Maß an Fachkompetenz demonstrieren, sondern auch einen konkreten und messbaren Beitrag zur Energieeffizienz und Dekarbonisierung von Unternehmensprozessen leisten. Die diesjährigen Gewinner, ausgewählt von der Bewertungskommission bestehend aus Vesna Bukarica, Branka Jelavić, Tin Kramarić und Dora Vuković, zeigten eindrucksvoll, wie Innovationen im Energiebereich erhebliche Einsparungen und langfristige Vorteile für Organisationen und die Umwelt schaffen können.
Den ersten Platz belegte die Atlantic Grupa mit einem Projekt zur Rückgewinnung von Abwärme aus dem Kaffeeröstprozess. Diese Lösung verfügt über ein außergewöhnliches energetisches Potenzial: Es wird geschätzt, dass durch ihre Umsetzung jährlich bis zu 900 MWh Wärmeenergie genutzt werden könnten. Dadurch eröffnen sich erhebliche Möglichkeiten zur Senkung von Kosten und Emissionen im Produktionsprozess.
Den zweiten Platz erreichte das Unternehmen JEDINSTVO KRAPINA mit seinem Projekt zur energetischen Sanierung eines Betriebsgebäudes. Das Projekt demonstrierte konkrete finanzielle und ökologische Vorteile. Die geschätzte jährliche Einsparung von rund 20.345 Euro bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen um nahezu 49 Tonnen CO₂ zeigt deutlich, dass Investitionen in Energieeffizienz einen schnellen und messbaren Nutzen bringen.
Den dritten Platz belegte die Technische Schule Ruđer Bošković mit einem Projekt zur Optimierung des Heizsystems und zur Umstellung auf LED-Beleuchtung. Dieses Projekt unterstreicht besonders die wichtige Rolle des Bildungssektors bei der Entwicklung von Innovationen und bestätigt, dass konkrete Nachhaltigkeitslösungen häufig aus praxisorientierter Arbeit und der Anwendung von Wissen entstehen.
Insgesamt zeigen die vorgestellten Projekte eindrucksvoll, dass dieses Projekt reale Ergebnisse hervorbringt – von Hunderten eingesparter Megawattstunden Energie bis hin zu Dutzenden Tonnen vermiedener CO₂-Emissionen pro Jahr, verbunden mit erheblichen finanziellen Vorteilen für die beteiligten Unternehmen.
Das Projekt Young Energy Europe wird im Rahmen der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) durchgeführt.
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