Exportinitiative Umwelttechnologien

Als Partnerin in der "Exportinitiative Umwelttechnologien" verbreitet die AHK Kroatien deutsche Umwelttechnologien und Erfahrungen und unterstützt die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

© iStock.com/DmitriMaruta

Umwelttechnologien sind Ihr Thema? Sie sind in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement, (Ab-)Wasserwirtschaft oder nachhaltige Mobilität tätig? Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen bietet die Exportinitiative Umwelttechnologien Informationen und Chancen in internationalen Märkten.

Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz gehören zu den großen globalen Herausforderungen unserer Zeit. Gerade Entwicklungs- und Schwellenländer kämpfen mit Luft-, Gewässer- und Bodenverschmutzung, mit Wasserknappheit und wachsenden Abfallmengen. Einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten grüne Technologien, Verfahren und Produkte – Bereiche, in denen deutsche Unternehmen exzellent aufgestellt sind und auf eine breite Wissens- und Erfahrungsbasis zurückgreifen können.
Im Rahmen der 2016 gestarteten Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit setzt sich der DIHK mit den Auslandshandelskammern (AHKs) im Projekt Chambers for GreenTech in zahlreichen Ländern dafür ein, die Umweltbedingungen vor Ort zu verbessern. Gleichzeitig wird den deutschen Umweltfirmen der Markteintritt durch den Aufbau von Netzwerken erleichtert.
Die Initiative bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Unternehmen, praxisnahe Forschungseinrichtungen und ExpertInnen, die Interesse an internationalen Märkten und an globalem Lernen haben. Sie ergänzt bestehende Informations- und Geschäftsreiseangebote.

Was ist das Ziel des Projektes?

Die Exportinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, deutsche Umwelttechnologien und Erfahrungen zu verbreiten und die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung weltweit zu unterstützen. Gemeinsam mit Stakeholdern der Partnerländer sollen Umweltprobleme, Lösungsansätze und Unterstützungsbedarfe so konkret eingegrenzt werden, dass deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen zielgerichtet vermittelt werden können. Durch Wissenstransfer in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz sollen Lebensbedingungen verbessert werden. Gleichzeitig soll für den deutschen GreenTech-Sektor die Möglichkeit geschaffen werden, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren.

Wer beteiligt sich an dem Projekt?

Die Auslandshandelskammern identifizieren landes- und themenspezifische Projektideen. In enger Zusammenarbeit mit dem DIHK e.V., dem AHK-Netz und den 79 IHKs in Deutschland werden Akteure vernetzt, Projektkonzepte weiterentwickelt und umgesetzt. Ergebnisse und Chancen werden in die deutsche Unternehmerschaft rückgekoppelt und für den deutschen GreenTech-Sektor nutzbar gemacht. Das Projektteam der DIHK Service GmbH betreut und steuert im Auftrag des BMU die AHK-Projekte unter dem Titel Chambers for GreenTech konzeptionell, inhaltlich und administrativ und baut ein starkes Netzwerk an Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden auf.

Welche Rolle haben die AHKs?

Die deutschen Auslandshandelskammern sind durch ihre Netzwerke und ihre Expertise vor Ort die ersten Ansprechpartner für Marktentwicklungen und -potenziale im Ausland. Dies gilt insbesondere für wachsende Märkte wie den der Umwelttechnologien. Mittels der Projektförderung des BMU bereiten die AHKs Informationen über dringliche Umweltprobleme in den Bereichen Kreislauf- und Wasserwirtschaft sowie nachhaltiger Mobilität auf. Sie knüpfen Netzwerke mit zentralen Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und bringen diese in Workshops mit passenden deutschen ExpertInnen zusammen. So sollen Leuchtturmprojekte und stabile Kooperationen entstehen, die bestenfalls die Förderaktivitäten der Bundesregierung, insbesondere die Exportförderung des BMWi, sinnvoll ergänzen und verstärken. In bislang zwölf - und bis Ende 2019 mindestens weiteren elf Ländern werden Projekte von AHKs gefördert, mit denen Umweltrahmenbedingungen verbessert und Exportchancen für GreenTech Made in Germany erhöht werden.

AHK Kroatien in der Exportinitiative Umwelttechnologien

Die AHK Kroatien ist Projektland in der Exportinitiative Umwelttechnologien für 2018/2019 und greift das Thema der nachhaltigen Abfall- und Kreislaufwirtschaft auf.

Kroatien sieht sich in der Abfall- und Kreislaufwirtschaft enormen ökologischen und wirtschaftlichen Problemen und hohem Nachholbedarf ausgesetzt. Rund 77% der Siedlungsabfälle (1,6 Mio. t) werden noch deponiert, darunter 37,6% Bioabfälle, die Recyclingquote liegt nur bei 21% und der Anteil der getrennt gesammelten Abfälle bei 26%. Die neuen EU-Vorschriften sehen jedoch vor, dass ab dem Jahr 2025 mindestens 55% und ab 2030 mindestens 60% der Siedlungsabfälle recycelt werden. Nachholbedarf besteht beim Markt für Sekundärrohstoffe und bei der Behandlung von Bioabfällen, Bauschutt, Klärschlamm, gefährlichen und medizinischen Abfällen. Zudem herrscht immer noch mangelndes Ressourcenbewusstsein und auch die energetische Abfallverwertung ist nicht aufgestellt.

Projektziel ist der nachhaltige Wissens- und Technologietransfer. Dadurch sollen positive Rahmenbedingungen und Strukturen sowie ein Bewusstsein für moderne Umwelt- und Klimaschutztechnologien in Kroatien geschaffen werden. Die Verbindung von nachhaltigen Umweltschutzaspekten und unternehmerischem Nutzen durch die Einführung deutscher Technologien sowie wirtschaftlicher Rentabilität seitens der kroatischen Kommunen trägt zum nachhaltigen Aufbau von Kreislaufwirtschaftsstrukturen für Kroatien bei.

Das Projekt ist in drei Modulen aufgebaut und läuft vom 1. März 2018 bis zum 31. August 2019. Weitere Informationen zu projektbezogenen Maßnahmen folgen.

Karte mit den Projektländern