"Kroatien braucht eine stärkere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik"

Rund 100 Mitglieder und Gäste haben sich beim Stammtisch der AHK Kroatien am Donnerstagabend, dem 27. September in Zagreb versammelt. Gastgeber der Veranstaltung war das AHK-Mitgliedsunternehmen KM Kovnica. Es geht um das größte Metallverarbeitungsunternehmen in Kroatien. In ihren zwei Betrieben in Pisarovina mit einer Gesamtfläche von über 8.000 Quadratmetern beschäftigt KM Kovnica 330 Mitarbeiter.

Die Mitglieder und Gäste begrüßte das Vorstandsmitglied der AHK Kroatien und Vorstandschef ihres Exklusivmitglieds RBA Kroatien, Michael Müller. Zugleich kündigte er zwei kommende Kammerveranstaltungen an: das traditionelle Oktoberfest am 11. Oktober im Boćarski dom in Zagreb und die AHK-Mitglieder- und Vorstandsreise nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vom 6. bis zum 9. November.

In seinem Vortrag betonte der Eigentümer von KM Kovnica, Christian Gutgsell, für die Stärkung der kroatischen Wirtschaft sei eine bessere Verbindung von Politik und Wirtschaft notwendig. Dabei spiele die Bildung eine wichtige Rolle, die in Kroatien noch immer getrennt von der Marktrealität und nicht auf die Vermittlung von praktischen Kenntnissen und Fertigkeiten ausgerichtet sei. Das, so Gutgsell, sei sicherlich einer der Gründe, warum die Jugendarbeitslosigkeit in Kroatien hoch ist. Als Musterbeispiel nannte er Deutschland, wo die Azubis im Rahmen der dualen Berufsbildung 70 Prozent der Ausbildungszeit im Betrieb verbringen, und das bei der Jugendarbeitslosigkeit seit Jahren eine der niedrigsten Quoten unter EU-Staaten hat. In Deutschland sei die Wirtschaft die Antriebskraft der Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitspolitik, betonte Gutgsell und rief die Unternehmen in Kroatien auf, sich noch stärker in diesem Zusammenhang zu engagieren.

Der Rest des Abends verlief in angenehmer Atmosphäre sowie Gesprächen und Erfahrungsaustausch bei Essen und Getränken. Wir freuen uns auf den nächsten Stammtisch Ende Oktober in Zusammenarbeit mit Profil Klett!