Kroatiens MP Plenković: "Kroatien bleibt offen für eine Fortsetzung deutscher Investitionen"

Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković ist im Rahmen seines Berlin-Besuches mit Vertretern der deutschen Wirtschaft zusammengekommen. Er kündigte an, Raum für bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit und neue Einlagen deutscher Investoren zu eröffnen.

  • © Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
    Von links nach rechts: Kroatischer Botschafter in Berlin Gordan Grlić Radman, Geschäftsführer der AHK Kroatien Sven T. Potthoff, kroatischer Ministerpräsident Andrej Plenković und DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben

Im Rahmen seines Berlin-Besuches, während dessen er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zusammenkam, traf der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković am Dienstag (28. 8.) den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, sowie den Präsidenten und den Geschäftsführer der AHK Kroatien, Ralf Blomberg und Sven Thorsten Potthoff.

Plenković zeigte sich zufrieden über die Gelegenheit, mit Vertretern der deutschen Unternehmerschaft Meinungen über die Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in den beiden Ländern austauschen zu können. Später wiederholte er in einem Interview für den kroatischen Rundfunk HRT: Für Kroatien ist Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner, mit dem wir im vergangenen Jahr einen Warenaustausch in Höhe von 5,2 Milliarden Euro hatten. Deutschland investierte in den vergangenen 25 Jahren über 3 Milliarden Euro in Kroatien. Deutsche Unternehmen beschäftigen 80.000 Menschen in unserem Land, zweieinhalb Millionen deutsche Touristen besuchen Kroatien jedes Jahr, in Deutschland leben mehr als 300.000 Kroaten. Deshalb, erklärte Plenković, wolle man einen Aktionsplan unterzeichnen, der die Beziehungen zwischen Kroatien und Deutschland in zehn Bereichen auf eine neue Stufe heben werde. 

Der kroatische Regierungschef hob hervor, durch konkrete Maßnahmen arbeite man auch weiter an der Abschaffung von unnötigen administrativen Kosten für Unternehmer. Kroatien bleibe offen für eine Fortsetzung deutscher Investitionen, vor allem in neue Kapazitäten.

Plenković kündigte zudem an, mit deutschen Partnern Ende November in Zagreb zusammenkommen zu wollen, um über neue Investitionen zu sprechen. Er sei überzeugt, dass Deutschland in Kroatien auch weiter investieren werde. Es ist unsere Aufgabe, das Investitionsklima so günstig wie möglich, das Justizsystem verlässlich, die Steuerpolitik anregend und die öffentliche Verwaltung effizient zu machen, betonte er im Interview für den HRT. Wie die kroatische Regierung mitteilte, sagte der Ministerpräsident beim Treffen im DIHK, die Steuerreform habe die kroatische Wirtschaft um rund eine halbe Milliarde Euro entlastet. Ein neues Reformpaket sehe weitere Steuerentlastungen in Höhe von 360 Millionen Euro vor.