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Mehr Mitglieder, mehr Eigeneinnahmen, mehr Eigenfinanzierung

12.05.17 AHK Kroatien - News-Hauptkategorie

Mehr Mitglieder, mehr Eigeneinnahmen, mehr Eigenfinanzierung – das geht aus den Kennzahlen des Jahresabschlusses 2016 hervor, die auf der 14. Ordentlichen Mitgliederversammlung der AHK Kroatien am 11. Mai vorgestellt wurden. Im Anschluss an die Versammlung diskutierten Unternehmensvertreter und Start-ups zum Thema "Old Economy meets New Economy".

Nach der Eröffnung der Mitgliederversammlung durch Kammerpräsident Nicolas Baron Adamovich begrüßte der Ständige Vertreter des deutschen Botschafters in Kroatien, Andreas Krauß, die anwesenden Mitglieder. In seiner Ansprache betonte Krauß den Willen der deutschen Botschaft, Unternehmer zu unterstützen, forderte diese aber zugleich auf, sich an die Botschaft rechtzeitig und nicht nur dann zu wenden, wenn sie einem Problem begegnen.

Im Vorstandsbericht ging Kammerpräsident Adamovich auf die Aktivitäten und Projekte der Kammer und des Vorstandes im letzten Jahr ein. Knapp 75 Projekte, darunter Netzwerk- und Fachveranstaltungen, Seminare und Konferenzen zu verschiedenen Themenfeldern habe man in Kroatien und in Deutschland durchgeführt und insgesamt eine Rekordzahl von 3 560 Teilnehmern verzeichnet, erklärte der Kammerpräsident. Die zahlreichen Projekte hätten zum Ziel, KMU aus beiden Ländern bei der Markterschließung zu unterstützen.

Zwei Bereiche wurden 2016 insbesondere ausgebaut, fuhr Adamovich fort, das In-house Seminarprogramm sowie Projekte aus dem Bereich Bildung. Das Thema duale Ausbildung wurde intensiv fortgesetzt und auf institutioneller Ebene beworben. Es freut mich sehr, Ihnen berichten zu können, dass wir Ende 2016 zudem den Zuschlag für ein dreijähriges Projekt unter den Namen Duale Berufsbildung erhalten haben. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Einführung dualer Elemente in das kroatische Berufsbildungssystem nach deutschem Modell. Hiermit möchte die AHK Kroatien ihren Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.

Einen besonderen Grund zur Freude gab der Finanzbericht des AHK-Schatzmeisters Pavo Djedović: denn von Jahr zu Jahr steigen demnach die Mitgliederzahlen und die Eigenfinanzierungsquote der Kammer. Der Jahresüberschuss sei 2016 dreieinhalb höher gewesen als im Vorjahr, erklärte Djedović. Auch das 2014 aufgenommene Darlehen für die neuen Kammerräumlichkeiten sei inzwischen getilgt worden.

Nach der feierlichen Übergabe der EUREM-Zertifikate an neue europäische Energy Manager fand die im Rahmen des AHK Jahresthemas organisierte Podiumsdiskussion zum Thema Old Economy Meets New Economy statt. Ihre Teilnehmer: Richard Bryce (Bayer Croatia), Dorotea Effenberger (Tahograf), Adrian Ježina (Siemens Convergence Creators), Luka Klancir (MyBeeLine), Mate Knezović (Agrivi), Aco Momčilović (Rimac Automobili) und Marko Pipunić (Žito). Dražen Nikolić (Founder Institiute Zagreb) moderierte die Diskussion, unter den vielen Gästen war auch Ex-Außenminister Dr. Miro Kovač als Gesandter des kroatischen Ministerpräsidenten.

Und darin war man sich einig: die Unterscheidung zwischen alten und jungen Unternehmen verfehle eigentlich den Punkt – denn es gebe sowieso nur gute und schlechte Firmen. Start-ups hätten gar nichts gegen graue Köpfe, ganz im Gegenteil – ihren Rat und ihre langjährige Erfahrung schätzten sie sehr, hieß es. Die sogenannten traditionellen Unternehmen bewunderten hingegen die Dynamik und die Innovationskraft der Start-ups, ohne die heutzutage eine erfolgreiche Wirtschaft gar nicht denkbar sei. Ganz klar war aber auch: Sei es Old oder New Economy, ein erfolgreiches Kroatien liegt allen Teilnehmern am Herzen. Dafür brauche es ein moderneres und effizienteres Ausbildungssystem, einen sicheren und einfacheren Rechtsrahmen und vor allem ein unternehmensfreundliches Umfeld – entsprechende Appelle wurden hier auch an die Politik gerichtet.

Die genannten Punkte wurden beim anschließenden Empfang bei Wein und Häppchen und in angenehmer Stimmung weiter ausgeführt.

 

 

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