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Kroatiens IKT-Sektor wächst kontinuierlich weiter

11.08.17

Erfolge kroatischer IT-Unternehmen im Export / Binnenmarkt legt schwächer zu

Der kroatische Informations- und Kommunikationssektor (IKT) setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort. Die Krise vom Ende des vergangenen Jahrzehnts scheint vorbei. Seit 2013 nehmen die Umsätze der Branchenunternehmen kontinuierlich um 3 bis 4% pro Jahr zu. Das ist zum Teil der beträchtlichen Steigerungen der kroatischen IT-Unternehmen im Export zu verdanken. Fachleute rechnen auch für die nächsten Jahre mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung.

Der kroatische IKT-Sektor erzielte 2016 Umsatzerlöse von mehr als 32 Mrd. Kuna (Kn, rund 4,32 Mrd. Euro; Wechselkurs der kroatischen Nationalbank am 20.7.17: 1 Euro = 7,4127 Kn). Das waren 3,5% mehr als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kam eine Marktuntersuchung der Consultingfirma Bisnode im Auftrag der IKT-Branchenvereinigung des kroatischen Arbeitgeberverbandes HUP (Hrvatska Udruga Poslodavaca). Gegenüber 2013 nahmen die Umsätze der Branche um fast 12% zu.

Der größte Teil davon entfiel auf Telekommunikationsdienstleister mit Umsätzen von insgesamt 13,1 Mrd. Kn (wichtigste Unternehmen unter anderem: HT, VIPNet, Tele2, Optima, Iskon), gefolgt von der Sparte Softwareentwicklung mit 7,7 Mrd. Kn (Span, APIS, Comping, Asseco), den Herstellern von Computern und Peripheriegeräten mit rund 4,0 Mrd. Kn (M San Grupa, King ICT, Microline, Links, Comtel und andere).

Weitere wichtige Sparten waren die Produktion von Kommunikationsausrüstungen mit 2,0 Mrd. Kn (Ericsson Nikola Tesla, Siemens Convergence Creators, RIZ), der Großhandel mit IT-Hard- und Software mit einem Umsatz von insgesamt 1,2 Mrd. Kn (Eurotrade, Makro-Mikro Grupa, HSM Informatika, BCC Services) sowie Datenverarbeitung, Hosting und Ähnliches mit 1,1 Mrd. Kn (Mercury Processing, Infobip, Erste Group IT, HP Produkcija, VIP-Data, Google Hrvatska).

Vertreter des HUP wiesen darauf hin, dass das Wachstum zum größten Teil auf erfolgreiche Ausfuhraktivitäten der kroatischen IT-Unternehmen zurückzuführen war. Die kroatischen IT-Exporterlöse erreichten 2016 ein Volumen von fast 6,1 Mrd. Kn und hatten damit einen Anteil von mehr als 19% an den Gesamtumsätzen der Branche. Die Zunahme gegenüber 2015 belief sich auf 15,5% und gegenüber 2013 (4,2 Mrd. Kn) sogar auf rund 45%. Im Segment Software und Programmierdienstleistungen war der Exportanteil nach Angaben von HUP-Fachleuten mit 31% noch deutlich höher.

Das Wachstum auf dem Inlandsmarkt fällt dagegen deutlich schwächer aus. Die Umsätze nahmen hier 2016 um lediglich 1,1% gegenüber dem Vorjahr und 6,5% gegenüber 2013 zu. Das zeige, dass sich die Digitalisierung der Wirtschaft in Kroatien nicht beschleunige sondern stagniert, beklagen Fachleute der Branchenvereinigung HUP-ICT.

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