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Fachtagung "Lernortkooperation"

08.12.17 AHK Kroatien - News-Hauptkategorie

Mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums und des DIHK gibt es bei der AHK seit Anfang des Jahres ein "Skills Expert"-Projekt zur Förderung der dualen Berufsausbildung in Kroatien. Im Rahmen des Projekts veranstaltete die AHK Kroatien am 7. Dezember eine Fachtagung zum Thema Lernortkooperation zwischen Ausbildungsunternehmen und Schulen.

Dabei versammelten sich Vertreter von Berufsschulen, Unternehmen, der Kroatischen Wirtschaftskammer, des Arbeits- und Rentensystemministeriums und des Bildungsministeriums. AHK-Vorstandsmitglied Michael Müller begrüßte in seiner Eröffnungsrede die Tatsache, dass so viele Teilnehmer Interesse für das Thema Lernortkooperation zeigen.

Gerade die gute und institutionalisierte Zusammenarbeit der verschiedenen Lernorte im deutschen dualen Ausbildungssystem gewährleistet den Ausbildungserfolg, betonte in seinem Vortrag Bildungsreferent Frank-Martin Clauß von der IHK Mittlerer Niederrhein. Er erklärte auf welche Weise die Lernorte in Deutschland zusammenarbeiten und wies darauf hin, dass vor dem Hintergrund zunehmender Spezialisierung der Unternehmen die überbetriebliche Ausbildung sowie die Verbundausbildung an immer mehr Bedeutung gewinnen. Dabei dienen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern als Plattform zur Koordination von verschiedenen Lernorten.

Vizebildungsminister Vlado Prskalo stellte in seinem Vortrag die bisherigen Maßnahmen und die Regierungspläne bezüglich der Berufsbildungsreform vor. Als wichtigste Ziele nannte er dabei die Anpassung des Bildungssystems an den Arbeitsmarkt sowie die Einführung des dualen Modells. In dieser Hinsicht sollen so genannte regionale Kompetenzzentren die Schlüsselrolle übernehmen.
Während der Diskussion im Anschluss an die Vorträge und in den Arbeitsgruppen waren sich die Teilnehmer der Fachtagung ein, dass die Kooperation zwischen den Lernorten in Kroatien stärker institutionalisiert und das Vertrauen zwischen den Stakeholdern weiter gefestigt werden muss. Dabei äußerten die Unternehmen ihre Bereitschaft aber auch den starken Bedarf, in diese Prozesse miteinbezogen zu werden.