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Bundeskanzlerin Merkel steht vor vierter Amtszeit

25.09.17

Trotz schwerer Einbußen wurde die Union bei der Bundestagswahl am Sonntag die stärkste Kraft.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel steht vor ihrer vierten Amtszeit. Trotz schwerer Einbußen – nach vorläufigen Endergebnissen 8,5 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Wahl – wurden CDU/CSU bei der Bundestagswahl am Sonntag (24. September) mit 33 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft. Merkel erklärte, sie habe sich ein besseres Ergebnis erhofft, doch man habe nun die Aufgabe, eine Regierung zu bilden, und gegen die Union könne keine Regierung gebildet werden. Eine historische Niederlage erlitt der bisherige Koalitionspartner der Union, die SPD, die auf nur 20,8 Prozent kam und damit um knapp 5 Prozentpunkte stürzte. Es ist das schlechteste Ergebnis der Partei seit 1949. Nach eigenen Angaben wollen die Sozialdemokraten die Große Koalition nicht mehr fortsetzen. SPD-Chef und Spitzenkandidat Martin Schulz sagte, seine Partei stehe zur Regierungsbildung nicht zur Verfügung und wolle in die Opposition gehen. Drittstärkste Kraft wurde die Alternative für Deutschland (AfD), die auf 13,3 Prozent kam. Damit sitzt erstmals seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine rechtsnationale Partei im Bundestag. Die FDP holte 10,5 Prozent und zog damit wieder ins Parlament ein. Die Grünen kamen auf 9,1 Prozent, Die Linke 8,7 Prozent. Laut Medien ist die naheliegende Koalition ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen.